Vietnamesische Sommerrollen

 

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Heute wird’s exotisch und ausgefallen. Du möchtest deine Freunde zum Essen einladen, aber mal was besonderes auftischen, das auch Kenner überrascht? Dann haben wir hier das optimale Gericht für dich: Vietnamesische Sommerrollen sind einfach vorzubereiten und ein Gericht, dass auf jeden Fall für Gesprächsstoff sorgt. Also nichts wie ran an das Gemüse.

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Zutatenliste (für 4 hungrige Personen):

Sommerrollen:

1/2 Salatgurke
1 großer Paprika, rot
1/2 Eisbergsalat
1 kleines Stück Ingwer
1-2 Karotten
ca. 500g Hühnerbrustfilet (auch Garnelen sind sehr gut geeignet)
3-4 Eier
geröstete Erdnüsse
1/2 Limette
vietnamesische Reisnudeln/Vermicelli (Asiashop)
Reispapier-Platten 16cm Ø  (Asiashop)
frischer Koriander (Asiashop)
frische Minzblätter
Salz & Pfeffer

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Hoisin-Erdnuss-Sauce:

6 EL Hoisin-Sauce (Asiashop)
eine Hand voll Erdnüsse
1 Knoblauchzehe
1 kleines Stück Ingwer
1 EL Sojasauce
2 EL Wasser
1/4 TL Salz

 IMG_8458Chilli-Knoblauch Dip mit Fischsauce:

1 fingerlange, rote Chilli
2 Knoblauchzehen
2 EL Fischsauce (Asiashop)
1 TL Reisessig (Asiashop)
3 TL Zucker
1 EL frischer Limettensaft

Optional:
frische Mungobohnensprossen (Asiashop)
Lauchzwiebeln oder 1 kl. rote Zwiebel (nach Geschmack)
Honig (für Marinade)
Zitronengras (für Marinade)

 

IMG_8409Zunächst zu den Zutaten: Vietnamesische Frühlingsrollen funktionieren gewissermaßen wie die etwas bekannteren Wraps. Man kann die Rollen mit allem, was einem in den Sinn kommt, befüllen. So zum Beispiel kann anstatt Geflügel auch Fisch oder Garnelen zum Einsatz kommen, oder Gemüse und gebratener Tofu. Was die Produkte vom Asiashop angeht, lohnt sich ein einmaliger Einkauf, da die Zutaten nicht auf einmal aufgebraucht werden (Essig, Reispapier, Reisnudeln), sondern für einige Male reichen. Wer die Sachen erst einmal zu Hause hat, der wird auch öfter dieses tolle Gericht zubereiten!
Zwei Dinge sind jedoch wichtig:

  1. Die Kräuter verleihen dem Gericht erst seinen typischen Geschmack. Frischer Koriander und Minzblätter dürfen deswegen auf keinen Fall fehlen!
  2. Die Saucen sind neben den Kräutern die Hauptdarsteller bei diesem Schmaus. Es gibt eine Vielzahl von Variationen und Zubereitungsarten, so zum Beispiel kann mit Erdnussbutter auch eine tolle Sauce gezaubert werden. Die hier vorgestellten Saucen habe ich in Vietnam kennengelernt und sind meine Favoriten. Es ist zwar zusätzlicher Aufwand, diese herzustellen, aber wenn man gleich mehr macht, kann man jedes Mal darauf zurückgreifen.

Zubereitung:

Chilli-Knoblauch Dip mit Fischsauce

Dieser Dip darf eigentlich bei keinem vietnamesischem Gericht fehlen. Er bringt die einzelnen Aromen der Gerichte besser zur Geltung und rundet diese gleichzeitig ab. Da die Sauce beinahe süchtig machen kann, empfiehlt es sich, diese in vierfacher Menge zuzubereiten und danach im Kühlschrank für die nächste Sommerrollen-Session zu lagern.

Zunächst löst man 1 TL Reisessig mit 3 TL Zucker in 60ml Wasser in einem Topf auf und lässt diese Mischung einmal aufkochen. Danach wird sie beiseite gestellt. Ein fingerlanger, roter Chilli wird ohne die Kerne sehr(!) fein gehackt, genauso wie 2 Knoblauchzehen. Diese beiden Zutaten kommen dann zusammen mit 1 EL frischem Limettensaft in die Essig-Wasser Mischung. Zuletzt werden 2 EL Fischsauce (Vorsicht, riecht stark!), untergerührt. Am Besten lässt man den Dip eine Nacht im Kühlschrank ruhen, damit die Aromen sich entfalten können.

Hoisin-Erdnuss Dip

Auch diese Sauce ist eine unglaubliche Bereicherung für die Sommerrollen. Die Zubereitung geht auch ganz einfach:

In einer kleinen Pfanne wird ein wenig Öl (geschmacksneutrales, also kein Olivenöl) bei mittlerer Hitze erhitzt. 1 klein geschnittene Knoblauchzehe wird zusammen mit einem daumengroßen, fein geschnittenen Stück Ingwer in die Pfanne gegeben und geschwenkt. Nach kurzer Zeit kommen 6 EL Hoisin-Sauce dazu, 1 EL Sojasauce, 2 EL Wasser, 1/4 TL Salz, 1 EL gehackte Erdnüsse. Nach Geschmack kann man auch ein wenig Tabasco oder Chilli hinzugeben. Ein paar Tropfen Sesamöl verleihen dem Dip zusätzlich eine besondere Note, muss aber nicht sein.
Alles wird gut vermischt und zusammen erhitzt, nur nicht zu stark! Danach vom Herd nehmen, gut abkühlen lassen und zu den Sommerrollen servieren.

Sommerrollen

Nachdem die Saucen fertig sind und nochmal gut durchziehen, geht´s an die eigentlichen Sommerrollen. Als erstes wird das Fleisch mariniert. Hier können auch Garnelen verwendet werden, wer kein Fleisch mag, oder auf Tofu zurückgegriffen werden. Für unsere Marinade habe ich das Fleisch in Sonnenblumenöl (Sesamöl schmeckt noch besser!) in eine kleine Schüssel gegeben und mit Salz, Peffer, (2TL) Paprika, (2 TL) Thai-Curry und (1/2 TL) Kreuzkümmel gewürzt. Dazu kann man auch fein gehackten Knoblauch geben oder grob zerhacktes Zitronengras, welches vor dem Anbraten wieder entfernt wird. Das eingelegte Fleisch stellt man in den Kühlschrank, eine Stunde hat schon seinen Effekt, intensiver wird es natürlich, umso länger das Fleisch mariniert wird.

Danach können die vietnamesischen Reisnudeln, auch als Vermicelli bekannt, wie normale Nudeln in kochendem Wasser zubereitet. Vorsicht, die Nudeln sehr dünn und müssen deswegen nur 5-7 min gekocht werden. Danach das Wasser abschütten und zur Seite stellen. Wenn die Nudeln abkühlen kleben sie sehr stark zusammen, dann muss man sie evtl. zerschneiden, was zwar nicht sehr elegant aussieht aber dem Geschmack keinen Abbruch tut.

Als nächstes wird das Gemüse klein geschnitten. Dabei ist es wichtig, die Zutaten in wirklich sehr feine und längliche Streifen zu schneiden. Umso kleiner geschnitten, desto mehr kommt auch aus einer Zutat raus und so kann man sich nachher auch mehr in die Sommerrollen laden. Beim schneiden sollte außerdem darauf geachtet werden, dass die Streifen maximal 10-12 cm lang sind und nicht länger, sonst wird´s beim Rollen später schwierig.
Kleiner Tipp für Faule: Wer keine Lust hat, mit dem Messer hauchdünn zu schneiden, kann einfach einen Sparschäler benutzen. So zum Beispiel wird die Karotte erst geschält und dann weiter mit dem Sparschäler in feine Streifen geschnitten. Geht schneller, als man denkt! Die Erdnüsse können ganz gelassen werden, sind aber besser in der Sommerrolle unterzubringen wenn sie ein bisschen gehackt werden. Die Kräuter, Minze und Koriander, werden vom Stil gezupft, gewaschen und einfach in einer Schüssel auf den Tisch gestellt.

Das Fleisch kann jetzt auch angebraten werden. Einfach eine Pfanne erhitzen und das Fleisch scharf anbraten. Normalerweise reicht dafür das Öl, in dem das Fleisch mariniert worden ist. Von allen Seiten so anbraten, dass sich eine schöne, goldbraune Kruste bildet. Dann die Pfanne vom Herd nehmen und für ca. 10 min in den vorgewärmten Ofen bei ca. 50-70°C stellen. Vorsicht und nicht die Topflappen vergessen! Danach sollte das Fleisch zart, außen leicht knusprig und innen saftig, aber durch sein. IMG_8477

Während das Fleisch im Ofen ruht können jetzt die Eier zubereitet werden. Dazu werden die Eier zusammen verrührt und nur ein wenig mit Salz und Pfeffer gewürzt. Als nächstes die Hälfte der Eiermasse in eine erhitzte, beschichtete Pfanne mit etwas Öl geben und gleichmäßig verteilen lassen. Wichtig ist, dass das Omlette möglichst gleichmäßig dick und flach wird. Wenn das Ei gestockt ist, kann man es wenden, goldgelb fertig braten und aus der Pfanne nehmen. Dasselbe wird mit der anderen Hälfte der Masse wiederholt. Danach werden die Omlettes in ca. 1cm breite Streifen geschnitten (auch hier wieder nicht zu lang lassen!) und auf einem Teller serviert.

Alle Zutaten werden auf dem Tisch gestellt, dazu noch ein flacher Suppenteller mit lauwarmen Wasser.
Jetzt kann es losgehen!

Sommerrollen „bauen“

Um eine Sommerrolle zu basteln wird zunächst ein Reispapier kurz (!) komplett in das lauwarme Wasser getaucht. Das noch leicht harte, aber feuchte Papier legt man auf seinen Teller und belegt die Reispapier-Platte mit allen Zutaten, die einem Zusagen. Dabei werden diese zentral auf der Platte positioniert, länglich angeordnet und ein Rand links und recht übrig gelassen. Man sollte dabei erstmal mit weniger Füllung anfangen, dann ist das Rollen leichter. IMG_8488

Wenn alle gewünschten Zutaten auf das Reispapier gelegt worden sind, werden zunächst die kurzen Ränder links und rechts von der Füllung eingeschlagen. Danach klappt man die obere, größere Reisplatten-Hälfte drüber und rollt langsam über die restliche Reisplatte. Das Reispapier ist jetzt vermutlich komplett weich und elastisch. Damit kann man die Rolle gut verpacken.

Die Saucen können sowohl in der Rolle als auch als Dip dazu gegessen werden.

Damit ist euch ein ausgefallenes Essen mit viel Gesprächsstoff, Unterhaltung und Interaktion sicher! Viel Spaß beim Rollen!

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